Artist des Monats

Artist des Monats

Connie Francis

Concetta Franconero (Newark, New Jersey, 12. Dezember 1937 – Pompano Beach, Florida, 16. Juli 2025), bekannt unter dem Künstlernamen Connie Francis, war eine US-amerikanische Sängerin, die ihre größten Erfolge in den 1950er- und 1960er-Jahren feierte.

Connie Francis entstammte einer italienischen Einwandererfamilie. Schon in jungen Jahren zeigte sich ihr musikalisches Talent. Ihr Vater ermutigte sie, eine Karriere im Showgeschäft anzustreben. Bald lernte sie Akkordeon zu spielen, wodurch sie einen Platz in der amerikanischen Fernsehserie Startime erhielt. Der Produzent George Scheck, der später ihr Manager wurde, riet ihr, sich auf das Singen zu konzentrieren. 1955 unterschrieb sie einen Plattenvertrag bei MGM Records.

In dieser Zeit hatte Francis auch eine Beziehung mit dem später ebenfalls berühmten Sänger Bobby Darin, der ebenfalls italienischer Herkunft war. Darin wurde der damals noch unbekannten Connie Francis vorgestellt. Bobbys Manager sorgte dafür, dass Darin an der Musik für Connie mitschreiben konnte, um ihre Gesangskarriere zu starten. Bobby und Connie verliebten sich ineinander. Connie hatte jedoch einen sehr strengen Vater. Als dieser von der Beziehung erfuhr, setzte er alles daran, das Paar voneinander fernzuhalten. Als er erfuhr, dass sie sich nach einem Auftritt von Connie treffen wollten, jagte er Bobby unter Waffengewalt aus dem Gebäude. Später sagte Connie Francis, dass es der größte Fehler ihres Lebens gewesen sei, Bobby Darin nicht geheiratet zu haben.

Erst im Januar 1958 gelang Connie Francis der große Durchbruch. Dick Clark von American Bandstand sorgte dafür, dass Francis’ Platte Who’s Sorry Now, eine neu interpretierte Rockversion des Liedes von 1923, in die Top 10 der amerikanischen Charts gelangte. In England stand der Titel 1958 sogar sechs Wochen in Folge auf Platz eins der Hitparade. Damit war ihr weltweiter Ruhm begründet.

In der Zeit von 1958 bis 1963 war Connie Francis die populärste Popsängerin der Welt. In den USA erreichte sie drei Nummer-eins-Hits, in Großbritannien zwei und in Deutschland vier. Darüber hinaus hatte sie in diesen Ländern zahlreiche weitere Top-10-Platzierungen. Auch in Ländern wie Italien, Spanien, Japan, Indonesien, den Philippinen, Malaysia, Kanada, Mexiko, Belgien, den Niederlanden und den skandinavischen Ländern war sie äußerst beliebt. Sie nahm Lieder in 15 verschiedenen Sprachen auf und verkaufte mehrere zehn Millionen Tonträger.

Zu ihren größten Hits zählen unter anderem „My Happiness“, „Stupid Cupid“, „Everybody’s Somebody’s Fool“, „Where the Boys Are“, „Mama“, „Lipstick on Your Collar“, „Paradiso“ und „Barcarole in der Nacht“. Ihr vielseitiges Talent zeigt sich jedoch besonders auf ihren Langspielplatten, deren Repertoire von Rock und Jazz über Country bis hin zu Weltmusik reicht.

Neben ihren Erfolgen in den Hitparaden waren es vor allem ihre Livekonzerte, mit denen sie große Menschenmengen begeisterte. In den 1960er-Jahren spielte sie außerdem in vier Filmen mit.

Gegen Ende der 1960er-Jahre ließ der Erfolg von Connie Francis nach. Aufgrund mehrerer Tragödien in ihrem Privatleben sowie einer nicht vollständig gelungenen kosmetischen Nasenoperation, die zu Stimmproblemen führte, legte sie ihre Karriere für längere Zeit auf Eis. Nach ihrem Ruhestand ließ sie sich in Florida nieder.

Im Jahr 2025 wurde Pretty Little Baby, ursprünglich ein weniger bekanntes Lied von Francis aus dem Jahr 1962 (das sie selbst vergessen hatte), durch soziale Medien – insbesondere TikTok und YouTube – zu einem Hit. Am 17. Juli desselben Jahres wurde auf ihrer Facebook-Seite bekannt gegeben, dass sie am Vorabend nach einem Krankenhausaufenthalt verstorben war.

Was kann man hören Sie den Song diese Woche ist :
I’m Gonna Be Warm This Winter